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Warum Menschen bloggen?

Fanblog, Fashionblog, Infoblog... Egal welcher Antwort wir im Internet auf der Spur sind, wir treffen immer wieder auf diverse Blogs. Warum sind diese gegenwärtig so populär? Warum bloggen Menschen überhaupt? Machen Blogs überhaupt Sinn? Was ist überhaupt ein Blog? In den letzten Tagen habe ich mich erstmals ausführlicher mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich selbst habe noch nie weder einen Blog geschrieben, noch regelmäßig gelesen. Darum habe ich zuerst, wie bei allen anderen Themen, die Neuland für mich sind, Wikipedia gefragt. Und zwar fasse ich zusammen: Ein Blog ist ein auf einer Website geführtes & damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch, in dem Blogger regelmäßig Aufzeichnungen führen, Sachverhalte protokollieren oder Gedanken niederschreiben. Warum schreiben Menschen überhaupt? „Jeder hat seine Gründe: für den einen ist die Kunst eine Flucht, für den anderen ein Mittel, etwas zu erobern“ (Jean- Paul Sartre) Jean-Paul Sartre beschreibt das Schreiben also als eine Art Kunst. Er ist der Meinung, wenn wir aus unserem tiefsten Inneren schreiben, dann finden wir in unseren Werken auch nur uns selbst wieder, sei es unsere Liebe, Geschichte oder Heiterkeit. Des Weitere heißt für ihn Schreiben, an den Leser appellieren, genauer an die Freiheit des Lesers. Denn der Leser ist in seiner Interpretation des Gelesenen frei, kann schon weiter denken. Entweder verfestigt sich der Gedanke während des Lesens oder er bricht zusammen. Autoren haben die Freiheit, sich mit ihren Gedanken und Gefühlen auszudrücken und dafür Anerkennung oder Kritik zu bekommen, auf jeden Fall Beachtung. Außerdem ist die Lektüre für Sartre ein Pakt der Hingabe zwischen Autor und Leser. Dies hat natürlich sehr viel mit Vertrauen zu tun. Autor und Leser zählen aufeinander und sie verlangen vom Anderen genauso viel, wie von sich selbst. Wer möchte nicht das Vertrauen eines Anderen geschenkt bekommen? Und warum bloggen Menschen jetzt? Liest man „Warum schreiben?“ von Jean- Paul Sartre, leuchtet es sofort ein. Die Kunst des Schreibens ist Freiheit und gleichzeitig die Anerkennung des Lesers! Ein Blogger kann seine Gedanken und Erlebnisse zu Papier bringen. Tut er dieses öffentlich, hat er nicht nur den positiven Aspekt, dass er sich mit dem Thema, was ihn beschäftigt, unbewusst genauer befasst. Er bekommt gleichzeitig Kritik oder Zuspruch. Dies kann sehr hilfreich sein. Sei es, um die Fähigkeit des Schreibens zu verbessern oder um die Meinung anderer Menschen zu dem Niedergeschriebenen zu erfahren Fremde Perspektiven können oft ein ganz anderes Licht auf Dinge werfen und den eigenen Horizont erweitern. Das heißt, das Bloggen ist unser damaliges „Tagebuch schreiben“ mit der Konsequenz, dass jeder Leser an unserem Leben bzw. unseren Gedanken teil haben kann. In Sartres „Warum schreiben?“ wird deutlich, wie wichtig die Meinung anderer Menschen für uns sein kann. Dort ist von Drieu La Rochelle die Rede. Er hatte akzeptiert, eine Jubelzeitschrift zu leiten, auf die er keine Antworten mehr bekam, weil man nicht mehr frei war, es zu tun. Er konnte seine Leser zu seinem Ärger nicht mehr fühlen. Nun sehe ich das Bloggen mit anderen Augen.. Ich habe mich primär nur mit diesem Thema auseinander gesetzt, weil es meine Aufgabe war. Das soll nicht heißen, dass ich es nie getan hätte oder das Bloggen abwertend betrachtet habe. Allerdings habe ich mich nie damit befasst. Habe ich zum Bespiel alltägliche Fragen gegoogelt, habe ich alles Erdenkliche versucht, um Foren oder Blogs aus dem Weg zu gehen. Außerdem habe ich gedacht „Brauchen die einfach nur Aufmerksamkeit?“, wenn von Bloggern die Rede war. Nun haben sie meinen vollsten Respekt. Sie stellen sich der Meinung teils fremder Menschen, sie lassen uns an ihrem teilweise doch so persönlichem Leben teilhaben und sie schreiben teilweise nur, um uns zum Denken anzuregen. Sie geben uns die Möglichkeit unsere Freiheit des Lesens auszukosten. Deren „Kunst“ verlangt meiner Meinung nach einige der wertvollsten Eigenschaften, die ein Mensch besitzen kann; Offenheit, Mut und Freiheit.
21.10.14 20:39


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